Seit dem Erwerb durch die Stiftung Amisola werden am und im Margaretenhof laufend Erhaltungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt. Dazu gehört die seit Jahren laufende Sanierung der Holzveranden, die auch heuer weitergeführt wurde. Nach allen Regeln handwerklicher Kunst werden morsche Teile in Lärchenholz nachgeschnitten und ersetzt. Auch der Anstrich erfolgt mit historisch korrekten Leinölfarben.

 

Leider musste heuer auch die Pergola mit dem Trompetenstrauch im kleinen Zierhof abgebrochen werden. Auch diese, so höre ich, werden in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt ersetzt werden.

(c) Tatjana Gellner

(c) Tatjana Gellner

(c) Tatjana Gellner

Die Finanzierung dieser doch recht aufwändigen Arbeiten erfolgt offenbar nicht aus der Mietzinsrücklage oder den Betriebskosten sondern durch die Eigentümerin. Vielleicht kann ich später dazu noch einen ausführlicheren Beitrag bringen.

Schon vor einiger Zeit musste der Bioladen Bio5 schließen und das Architektenbüro BWMp übernahm die Räumlichkeiten im Souterrain des Haupthauses auf der Seite der Margaretenstraße. Nun ziehen auch die Werber DDFG (Dirnberger, de Felice & Grüber) aus und BWMp übernimmt das Souterrain auf der Seite Pilgramgasse. Das Erdgeschoß soll vermietet werden. Siehe Fotos (Quelle: Facebook)

Die erleuchtete Etage (die ehemalige Fahrschule Margareten) ist nun zu vermieten.

Herr René Bolz war so nett mir dieses Bild mit dem Bezirksvorsteher, Frau von Blücher und Dr. Zilk zur Veröffentlichung auf dieser Website zu schicken.

Herzlichen Dank!

Schönheit braucht eben Pflege. Die Balkone und Veranden fallen einem sofort ins Auge, wenn man am Margaretenhof vorbeigeht. Bei genauerer Betrachtung bemerkt man auch, dass keine zwei Balkone gleich sind. Die Laubsäge“-Arbeiten sind charakteristisch für den als „Schweizer-Stil“ bezeichneten Architekturstil, der sich um 1860 bis 1890 in ganz Europa und darüber hinaus verbreitete. Auf schwedisch heißen diese Laubsägearbeiten übrigens „Snickarglädje“, übersetzt etwa „Zimmermannsfreude“. Das sagt doch etwas, oder?

 

Noch mehr Positives!

4. Februar 2018

Endlich wurden auch die unprofessionell montierten Schlüsselschalter bei den Haustoren zu den einzelnen Stiegen mit passenden Messingabdeckungen versehen.

 

 

Nur mehr einer ist übrig…

Nach über einem halben Jahr sind nun die ersten Balkone und Holzveranden fertig renoviert. Wie neu sehen sie aus, sehr schön!

 

Vermutlich kommen bald die nächsten an die Reihe, denn viele der in den 1970er Jahren renovierten Holzbauten sind schon an mehreren Stellen morsch, wie hier am Beispiel gezeigt.

 

Die Architektur des Margaretenhof ist stark durch den Heimatstil (auch bekannt als Schweizerstil oder Chaletstil) geprägt. In diesem Wikipedia Beitrag gibt es dazu interessante Informationen!

Uuh Spooky!

12. Mai 2017

 

Festgehalten von Gert Zechner, dem Fischhändler und Greissler gegenüber (Ponganic)

Schön sind sie, die Balkone und Veranden im „Schweizer Stil“. Wenn man genauer hinsieht, so erkennt man, dass keine wie die andere gestaltet ist. Und doch sehen Sie aus wie aus einem Guss. Details wie diese findet man an modernen Häusern nicht mehr. Zu aufwändig ist die Herstellung. Aber auch die Erhaltung, denn Holz verwittert, auch wenn man es schützt. So sind zur Zeit Renovierungsarbeiten im Gang.

 

 

Für zu ersetzende Teile verwenden die Handwerker nur das Beste: Lärche.

 

Kreative Verandengestaltung und Abendstimmung im Zierhof

 

 

Besucher kamen letzten Samstag zum Open House, um – geleitet von freiwilligen FührerInnen – den Margaretenhof zu erkunden. Gut ist es gegangen und das Feedback der Besucher war sehr sehr positiv! Ein besonderes Dankeschön für das interessante und sachkundige Briefing an Arch. Mag.arch. Erich Bernard (Partner des im Margaretenhof beheimateten Architektenbüros BWM)!

 

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Mehr Informationen hier:

open house

 

 

Im Juni bemerkte ich einige Damen, die sich an der Fassade vom Margaretenhof zu schaffen machten. Neugierig geworden, wollte ich wissen, was sie hier tun. Mir wurde erklärt, dass sie für ein Unternehmen arbeiten, das sich mit Denkmalpflege befasst und am Margaretenhof die  Farbschichten untersuchen um den Originalanstrich rekonstruieren zu können.

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Fantastische Farben und leuchtendes Grün erfreuen die Vorbeigehenden und bringen Abwechslung in die asphaltgraue Margaretenstraße. Es ist (fast schon) Sommer im Margaretenhof.

 

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„Haircut“

8. Juni 2016

 

Nicht nur die Gläubiger der Hypo-Alpe-Adria, auch die Bäume der Privatallee bekamen einen Haircut verpasst. Letztere nehmen es allerdings gelassen und wachsen weiter vor sich hin.

Was tun die Männer hier?

31. August 2015

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Genau, sie putzen die Glaskolben.

Es sind zwar keine Gaslaternen mehr im Einsatz aber ein wenig Pflege brauchen auch die modernen elektrischen Lampen.

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(Überarbeitet am 4.10.2019)

Die Erbauerin, Amalia von Mack, war die Tochter von Ignaz von Mack.

Ignaz von Mack war Braumeister (der Margaretenhof steht auf dem Grund des ehemaligen Brauhauses in Margareten) und Zuckerindustrieller (die Zuckerfabrik wurde 1841 in der Leopoldstadt gegründet, jedoch beim Aufstand von 1848 von den Truppen des Kanzlers Metternich in Brand geschossen, wobei auch Arbeiter getötet wurden. Der Betrieb wurde nicht mehr aufgebaut sondern liquidiert).

Mack, Ignaz von

Ignaz hatte drei Töchter: Rosina (Rosa), Ignatia Christine und Amalia. Sowohl Rosa (in zweiter Ehe) als auch Ignatia Christine heirateten Mitglieder der bayrischen Fürstenfamilie von Wrede.
Amalia heiratete 1858 mit 18 Jahren einen der reichsten und einflussreichsten Männer Ungarns: Béla, Baron Lipthay de Kisfalud et Lubelle. Die Ehe blieb kinderlos.

Nach Amalias Ableben am 28.4.1915 in Budapest erbte deshalb vermutlich ihre Schwester Ignatia Christine den Margarethenhof. Möglicherweise ging der Bau aber auch direkt an deren Tochter Helene Ignatia über, die in der Niederösterreichische Landtafel unter Helene Gräfin Almeida, geb. Fürstin Wrede ab 24.2.1917 als Besitzerin dokumentiert ist.

Ignatia Christine von Mack (* 1837; † ?) heiratete den bayrischen Fürsten Prinz Otto Friedrich v. Wrede (* 1829; † 1896). Aus dieser Ehe stammte Helene Ignatia Amalia v. Wrede.

Helene Ignatia Amalia von Wrede (* 1859; † 1935) heiratete 1879 Carlos Augusto Graf von Almeida (* 1846; † 1902). Seit 24.2.1917 ist Helene Ignatia in der NÖ Landtafel als Besitzerin des Margaretenhof eingetragen. Helene Ignatia und Carlos Augusto hatten zusammen zwei Kinder: Otto Paul Maria v.Almeida (6.2.1881-8.1.1956) und Ludwig Victor Ignaz Maria v.Almeida (5.3.1890-4.4.1965).

Ludwig Victor Ignaz Maria Graf v.Almeida übernahm den Besitz des Margarethenhof am 19.9.1936. Er heiratete Regina v. Martius. Aus der Ehe stammt die Tochter Corinna Maria Gabriele v.Almeida (geb. 12.07.1939).

Corinna heiratete in erster Ehe Hans-Wolfgang Ernst Marquard Josef Anton Maria Ortolph, Freiherr von Pfetten-Arnbach, aus der Ehe stammen vier Kinder:
Patrick Michael Johannes Carl Viktor Marquard Sebastian von Pfetten-Arnbach, geb. 20.01.1963, verh. mit Felicitas von Lovenburg;
Christoph von Pfetten-Arnbach geb. 1965;
Dominique Felicitas Amelie von Pfetten-Arnbach geb. 05.12.1966, verh. mit William Elborne;
Veronika Astrid Maria Helena von Pfetten-Arnbach, geb. 05.05.1969, verh. mit Brent Osborn-Smith.

Corinna heiratete in zweiter Ehe Lüder von Blücher. In Zambia baute sie sich das Kayube Estate auf, wo sie im Kayube Zambezi River House lange Zeit lebte.

Corinna Maria Gabriele Gräfin von Almeida, verh. von Blücher war ab 4.1.1966 die letzte adelige Besitzerin.

Sie verkaufte den Margaretenhof 1999 an die Ermione Immobilien GmbH (gehört zum Immobilien-Imperium von Karl Wlaschek, einem der reichsten Österreicher, u.a. Gründer von Billa, Merkur und Bipa). Später ging der Margaretenhof an die Immobilienstiftung Amisola (ebenfalls ein Teil des Karl Wlaschek Imperiums), in deren Besitz er sich heute noch befindet (4.10.2019).

 

Quellen:

Portrait Ignaz von Mack: http://www.bildarchivaustria.at/Pages/ImageDetail.aspx?p_iBildID=8146453

Im „Verhandlungen des Niederösterreichischen Gewerbevereins“, Achtes Heft, 1843 … ist ein Ignaz v. Mack als Brauhaus und Zucker-Raffinerie-Inhaber , Singerstraße 889, als ordentliches Mitglied aufgeführt. (https://books.google.at/books?id=kdM1AQAAMAAJ&pg=PA162&lpg=PA162&dq=ignaz+von+Mack&source=bl&ots=2OEkVpUUOj&sig=OqdYSD6o7WxNfZ4LEng05IMJua0&hl=de&sa=X&ei=E4GZVN7rNsHaUsfmgagJ&ved=0CEYQ6AEwCA#v=onepage&q=ignaz%20von%20Mack&f=false)

Die österreichische Zuckerindustrie und ihre Geschichte(n) 1750–2013. Werner Kohl, Susanna Steiger-Moser Hg. Böhlau Verlag, Wien 2014

Die Töchter von Ignaz von Mack erwähnt in https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Seitzerhof, basierend auf Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1992–2004

Die Tagebücher des Grafen Egbert Belcredi 1850–1894, S 173 (abgerufen am 4.10.2019 von http://www.oapen.org/viewer/web/viewer.html?file=http://www.oapen.org/document/620583)

http://geneall.net

http://wwperson.informatik.uni-erlangen.de/cgi-bin/l1/LANG=fran/INDEX=I423495

http://old.geneall.net/B/per_page.php?id=327995 und http://old.geneall.net/B/per_page.php?id=1732799

NÖ Landtafel EZ 118 Blatt S 397

http://www.kayubezambeziriverhouse.com/aboutus

 

Umfassende Informationen über dieses sehr erfolgreiche Architekturbüro der Gründerzeit und Bilder gibt es hier, auf Wikipedia.fellnerhelmer

sowie hier: http://www.andreas-praefcke.de/carthalia/list_fellner_helmer.html (von dieser Quelle stammt auch das Bild)

 

Verhungern oder verdursten muss hier wirklich niemand, auch für kleine Budgets kann man in der Umgebung gut essen und trinken und seinen täglichen Einkauf erledigen. In der Presse erschien dieser Tage ein Artikel zu einem kleinen Lokal, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Margaretenhof eröffnet hat:

"Ein Jahr in Wien" von Tonia Pölitz

Der Margaretenhof spielt im neuen Buch der ZDF Korrespondentin „Ein Jahr in Wien“ eine besondere Rolle. So schreibt sie beispielsweise in einem Kapitel: „Der Margaretenhof glitzerte wie ein Juwel. Ich hatte noch nie zuvor einen Ort gesehen, wo ich lieber wohnen wollte.“

Das Buch erscheint in der zweiten Februarwoche. Interessierte Leser können unter diesem Link schon vorab direkt reinschnuppern: Leseprobe