Uuh Spooky!

12. Mai 2017

 

Festgehalten von Gert Zechner, dem Fischhändler und Greissler gegenüber (Ponganic)

Der kurze Artikel im heutigen Rondo (Beilage zum Standard) gab den Ausschlag dem Fischhändler und Greissler gegenüber vom Margaretenhof einen Besuch abzustatten. Von der tollen Auswahl an außergewöhnlichen Produkten – nicht nur Fischprodukte, sondern auch frischer Spargel, diverse ausgesuchte österreichische Weine (auch Histaminfrei!), Biere und Limonaden – war ich sehr positiv überrascht. Die beiden Eigentümer sind außerdem sehr nette Leute. Was für eine Bereicherung für unser Grätzl!

Hier gibt’s noch einen ausführlicheren Artikel http://www.stadtbekannt.at/ponganic/

 

https://www.facebook.com/ponganic/

Schön sind sie, die Balkone und Veranden im „Schweizer Stil“. Wenn man genauer hinsieht, so erkennt man, dass keine wie die andere gestaltet ist. Und doch sehen Sie aus wie aus einem Guss. Details wie diese findet man an modernen Häusern nicht mehr. Zu aufwändig ist die Herstellung. Aber auch die Erhaltung, denn Holz verwittert, auch wenn man es schützt. So sind zur Zeit Renovierungsarbeiten im Gang.

 

 

Für zu ersetzende Teile verwenden die Handwerker nur das Beste: Lärche.

 

Kreative Verandengestaltung und Abendstimmung im Zierhof

 

 

Besucher kamen letzten Samstag zum Open House, um – geleitet von freiwilligen FührerInnen – den Margaretenhof zu erkunden. Gut ist es gegangen und das Feedback der Besucher war sehr sehr positiv! Ein besonderes Dankeschön für das interessante und sachkundige Briefing an Arch. Mag.arch. Erich Bernard (Partner des im Margaretenhof beheimateten Architektenbüros BWM)!

 

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Mehr Informationen hier:

open house

 

 

Im Juni bemerkte ich einige Damen, die sich an der Fassade vom Margaretenhof zu schaffen machten. Neugierig geworden, wollte ich wissen, was sie hier tun. Mir wurde erklärt, dass sie für ein Unternehmen arbeiten, das sich mit Denkmalpflege befasst und am Margaretenhof die  Farbschichten untersuchen um den Originalanstrich rekonstruieren zu können.

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Fantastische Farben und leuchtendes Grün erfreuen die Vorbeigehenden und bringen Abwechslung in die asphaltgraue Margaretenstraße. Es ist (fast schon) Sommer im Margaretenhof.

 

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„Haircut“

8. Juni 2016

 

Nicht nur die Gläubiger der Hypo-Alpe-Adria, auch die Bäume der Privatallee bekamen einen Haircut verpasst. Letztere nehmen es allerdings gelassen und wachsen weiter vor sich hin.

Was tun die Männer hier?

31. August 2015

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Genau, sie putzen die Glaskolben.

Es sind zwar keine Gaslaternen mehr im Einsatz aber ein wenig Pflege brauchen auch die modernen elektrischen Lampen.

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Die Erbauerin, Amalia von Mack, war die Tochter von Ignaz von Mack. Dieser war in der Zuckerindustrie und im Braugewerbe tätig und stammte aus einer wohlhabenden Familie, zu deren Besitzungen u.a. das Schloss Baumgarten gehörte und deren Wohlstand auf den Hofjuwelier der Kaiserin Maria Theresia, Franz Mack (ab 1791 Edler von Mack), zurückgeht.

Ignaz von Mack war Braumeister (der Margaretenhof steht auf dem Grund des ehemaligen Brauhauses in Margareten) und Zuckerindustrieller (die Zuckerfabrik wurde 1841 in der Leopoldstadt gegründet, jedoch beim Aufstand von 1848 von den Truppen des Kanzlers Metternich in Brand geschossen, wobei auch Arbeiter getötet wurden. Der Betrieb wurde nicht mehr aufgebaut sondern liquidiert).

Mack, Ignaz von

Ignaz hatte drei Töchter: Rosina (Rosa), Ignatia Christine und Amalia. Sowohl Rosa als auch Ignatia Christine heirateten Mitglieder der bayrischen Fürstenfamilie von Wrede.
Amalia heiratete 1858 mit 18 Jahren einen der reichsten und einflussreichsten Männer Ungarns: Béla, Baron Lipthay de Kisfalud et Lubelle. Die Ehe blieb kinderlos.

Nach Amalias Ableben am 28.4.1915 in Budapest erbte deshalb vermutlich ihre Schwester Ignatia Christine den Margarethenhof. Möglicherweise ging der Bau aber auch direkt an deren Tochter Helene Ignatia über, die in der Niederösterreichische Landtafel unter Helene Gräfin Almeida, geb. Fürstin Wrede ab 24.2.1917 als Besitzerin dokumentiert ist.

Ignatia Christine von Mack (* 1837; † ?) heiratete den bayrischen Fürsten Prinz Otto Friedrich v. Wrede (* 1829; † 1896). Aus dieser Ehe stammte Helene Ignatia Amalia v. Wrede.

Helene Ignatia Amalia von Wrede (* 1859; † 1935) heiratete 1879 Carlos Augusto Graf von Almeida (* 1846; † 1902). Seit 24.2.1917 ist Helene Ignatia in der NÖ Landtafel als Besitzerin des Margaretenhof eingetragen. Helene Ignatia und Carlos Augusto hatten zusammen zwei Kinder: Otto Paul Maria v.Almeida (6.2.1881-8.1.1956) und Ludwig Victor Ignaz Maria v.Almeida (5.3.1890-4.4.1965).

Ludwig Victor Ignaz Maria Graf v.Almeida übernahm den Besitz des Margarethenhof am 19.9.1936. Er heiratete Regina v. Martius. Aus der Ehe stammt die Tochter Corinna Maria Gabriele v.Almeida (geb. 12.07.1939).

Corinna heiratete in erster Ehe Hans-Wolfgang Ernst Marquard Josef Anton Maria Ortolph, Freiherr von Pfetten-Arnbach, aus der Ehe stammen vier Kinder:
Patrick Michael Johannes Carl Viktor Marquard Sebastian von Pfetten-Arnbach, geb. 20.01.1963, verh. mit Felicitas von Lovenburg;
Christoph von Pfetten-Arnbach geb. 1965;
Dominique Felicitas Amelie von Pfetten-Arnbach geb. 05.12.1966, verh. mit William Elborne;
Veronika Astrid Maria Helena von Pfetten-Arnbach, geb. 05.05.1969, verh. mit Brent Osborn-Smith.

Corinna heiratete in zweiter Ehe Lüder von Blücher. In Zambia baute sie sich das Kayube Estate auf, wo sie im Kayube Zambezi River House lange Zeit lebte.

Corinna Maria Gabriele Gräfin von Almeida, verh. von Blücher war ab 4.1.1966 die letzte adelige Besitzerin.

Sie verkaufte den Margaretenhof 1999 an die Ermione Immobilien GmbH (gehört zum Immobilien-Imperium von Karl Wlaschek, einem der reichsten Österreicher, u.a. Gründer von Billa, Merkur und Bipa). Später ging der Margaretenhof an die Immobilienstiftung Amisola (ebenfalls ein Teil des Karl Wlaschek Imperiums), in deren Besitz er sich heute noch befindet (24.12.2014).

 

Quellen:

Franz Edler von Mack: http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Mack

Im „Verhandlungen des Niederösterreichischen Gewerbevereins“, Achtes Heft, 1843 … ist ein Ignaz v. Mack als Brauhaus und Zucker-Raffinerie-Inhaber , Singerstraße 889, als ordentliches Mitglied aufgeführt. (https://books.google.at/books?id=kdM1AQAAMAAJ&pg=PA162&lpg=PA162&dq=ignaz+von+Mack&source=bl&ots=2OEkVpUUOj&sig=OqdYSD6o7WxNfZ4LEng05IMJua0&hl=de&sa=X&ei=E4GZVN7rNsHaUsfmgagJ&ved=0CEYQ6AEwCA#v=onepage&q=ignaz%20von%20Mack&f=false)

Die österreichische Zuckerindustrie und ihre Geschichte(n) 1750–2013. Werner Kohl, Susanna Steiger-Moser Hg. Böhlau Verlag, Wien 2014

Die Töchter von Ignaz von Mack erwähnt in https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Seitzerhof, basierend auf Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1992–2004

http://geneall.net

http://wwperson.informatik.uni-erlangen.de/cgi-bin/l1/LANG=fran/INDEX=I423495

http://old.geneall.net/B/per_page.php?id=327995 und http://old.geneall.net/B/per_page.php?id=1732799

NÖ Landtafel EZ 118 Blatt S 397

http://www.kayubezambeziriverhouse.com/aboutus

 

Umfassende Informationen über dieses sehr erfolgreiche Architekturbüro der Gründerzeit und Bilder gibt es hier, auf Wikipedia.fellnerhelmer

sowie hier: http://www.andreas-praefcke.de/carthalia/list_fellner_helmer.html (von dieser Quelle stammt auch das Bild)

 

Verhungern oder verdursten muss hier wirklich niemand, auch für kleine Budgets kann man in der Umgebung gut essen und trinken und seinen täglichen Einkauf erledigen. In der Presse erschien dieser Tage ein Artikel zu einem kleinen Lokal, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Margaretenhof eröffnet hat:

"Ein Jahr in Wien" von Tonia Pölitz

Der Margaretenhof spielt im neuen Buch der ZDF Korrespondentin „Ein Jahr in Wien“ eine besondere Rolle. So schreibt sie beispielsweise in einem Kapitel: „Der Margaretenhof glitzerte wie ein Juwel. Ich hatte noch nie zuvor einen Ort gesehen, wo ich lieber wohnen wollte.“

Das Buch erscheint in der zweiten Februarwoche. Interessierte Leser können unter diesem Link schon vorab direkt reinschnuppern: Leseprobe

Um etwas mehr über die Geschichte des Gebäudes zu erfahren, besuchten wir den Ururneffen der Erbauerin in Budapest.

Der Reporter (li) und Baron Antal Lipthay de Kisfalud et Lubelle

Der Reporter (li) und Baron Antal Lipthay de Kisfalud et Lubelle

Meine Frau und ich wurden von Baron Lipthay herzlichst empfangen und erfuhren einige interessante Information aus persönlicher Sicht.
Wie schon erwähnt, ließ Amalia von Mack den Margarethenhof erbauen. Amalia dürfte sehr vermögend gewesen sein.
Ihre Ehe mit Baron Bela Lipthay de Kisfalud et Lubelle blieb kinderlos und mit dem Tod von Bela erlosch diese Linie des Hauses Lipthay de Kisfalud et Lubelle. Amalia starb 1915.
Über ihren Mann Bela erfuhren wir, dass er der zweite Sohn von Frigyes Lipthay de Kisfalud et Lubelle und Karolina (geb. Csekonics) war. Die Familie hatte große Bedeutung für Ungarn im 16. Jhdt und stammt ursprünglich aus Lipto (heute Slowakische Republik). Nachdem er im Unabhängigkeitskrieg 1848-49 schwer verletzt worden war und fast eine Hand verlor, zog sich Bela zunächst auf das Landgut der Familie nach Lovrin, Torontal zurück. Erst ein Jahrzehnt später startete er seine politische Laufbahn. Zunächst als Gouverneur von Baranya, danach von Pest (der größten Region Ungarns), kam ins Unterhaus und später ins Oberhaus.
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Wie viele andere Angehörige des Adelsstandes damals ließ er in Budapest ein sehr schönes Palais an der Donau errichten. Das Palais war sehr großzügig angelegt und das Leben dürfte sehr geordnet abgelaufen sein. Zum Beispiel hatten Amalia und Bela ihre Schlafzimmer an den jeweilig entgegengesetzten Enden des Hauses. Getrennte Schlafzimmer waren zu dieser Zeit in der Oberschicht nicht ungewöhnlich. Nach der Machtübernahme ließen die Kommunisten das Palais schleifen. Schon zuvor wurde das Gebäude geplündert und vieles verschwand in Richtung Russland.
Von den Leistungen Belas als Politiker ist wenig bekannt. Er war jedenfalls einer der größten Steuerzahler seiner Zeit und in zahlreiche Entwicklungsprojekte involviert. So wirkte er als Vorsitzender des Gründungskommitees für das Nationaltheater in Budapest und Mitglied des Aufsichtsrates zur Errichtung des Ungarischen Parlaments in Budapest. Vielleicht kam Amalia so in Kontakt mit den Architekten des Margaretenhofs und vieler Theater in der Donau-Monarchie, Helmer und Fellner.
Vielleicht noch ein kurioses Detail: Bela verfügte testamentarisch, dass man nicht über ihn sprechen sollte bis 70 Jahre nach seinem Tod. Warum, ist (zumindest dem Reporter) nicht bekannt.
(Quelle: Gespräch mit Antal Lipthay, ergänzt um Angaben auf der Website der Familie)

Stammbaum der Familie Lipthay de Kisfalud et Lubelle

Stammbaum der Familie Lipthay de Kisfalud et Lubelle

Wer hat die ältere Dame noch nicht dabei beobachtet, wie sie im Müll nach Verwertbarem sucht? Früher, so erzählte sie, betrieb sie ein Geschäft für Berufskleidung in der Margaretenstraße. Seit über zwanzig Jahren durchsucht sie nun schon im Margaretenhof die Mistkübel nach Essensresten für ein Katzenheim. Auch andere Gegenstände nimmt sie gerne mit, die sie dem Katzenheim für einen Flohmarkt spendet.
Sie sucht nach Essensresten für's Katzenheim

Endlich Frühling!

21. April 2013

Heuer dauerte es deutlich länger als im Vorjahr aber nun ist der Frühling angekommen. Im und um den Margaretenhof blüht es und auch das neu gepflanzte Gras am Spielplatz sprießt schon zart.

Winter im Margaretenhof

25. Februar 2013

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In Google Maps kann man derzeit noch den Dachbodenausbau aus der Vogelperspektive sehen.

Jetzt wird geputzt und gemalt. Aber nicht nur die schön geschmiedeten Eisenzäune werden frisch gestrichen sondern auch die Haustore, die durch den „Baustellenverkehr“ gelitten haben. Auch die Sandsteinfundamente der Eisenzäune wurden repariert. Und endlich kommt auch die Schließanlage bei den Eingangstoren zum „Zierhof