Man hofft, dass es sich um ein Provisorium handelt, aber danach sieht es nicht aus. Man liest immer wieder „Fenster sind die Augen des Hauses“ und „Augen sind der Spiegel der Seele“.

Wenn dem so ist, dann hat sich die Seele des Margaretenhofs nicht zum besseren gewandelt. Man fragt sich, wie sich der Einbau dieser und weiterer hässlicher Glotzfenster mit dem Denkmalschutz vertragen? Die rechten Bilder zeigen die originalen Fenster kurz vor ihrer Entfernung, die linken Bilder die neuen Fenster.

Der neue Lift

22. Mai 2012

Der Lift ist fertig und (derzeit noch) gratis benützbar. Das Innere ist modern und macht einen hochwertigen Eindruck. Die Farbgebung und die Wahl einer klassischen Kugelbeleuchtung wirken sich vorteilhaft auf die Harmonie mit der historischen Bausubstanz aus. Auch wenn es (subjektiv) bessere Lösungen gegeben hätte so wurde doch eine ansprechende Lösung gefunden.

beleuchtung-liftebeneliftkabine

Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende

So sieht es nach jedem Wochenende aus. Früher gab es bei der Bushaltestelle nicht einmal einen Abfalleimer. Geändert hat sich leider trotzdem nicht viel.

Die Aufzüge werden derzeit fertiggestellt. Im vorigen Artikel wurde bereits die Bauweise in Stahlbeton kritiseirt, durch die manchen Wohnungen deutlich Licht genommen wird. Doch auch bei einigen weiteren Details zeigt sich, wie unsensibel hier mit der historischen Bausubstanz umgegangen wird. Zum Beispiel beim Bodenbelag. Diese Steine passen weder in der Form noch in der Farbe noch im Material zum Haus. Man fragt sich, ob hier überhaupt Architekten am Werk waren oder eine Baufirma beauftragt wurde im nahen Baumarkt ein Sonderangebot einzukaufen.

Gerade bei einem denkmalgeschützten Objekt, wie dem Margaretenhof wäre zu erwarten, dass Um- und Zubauen in derselben Qualität erfolgen wie es die vorhandene Substanz verdienen würde.

Auch im Haus Franz-Josefs Kai 43 in Wien wurden Aufzüge unter Zuhilfenahme von öffentlichen Fördermitteln und einem engen wirtschaftlichen Korsett eingebaut.Die Architekten waren damit Preisträger beim Stadterneuerungspreis 2005. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass die Architekten im selben Haus wohnen und dort auch ihr Büro moment-home betreiben.

Hier Bilder wie Lifttürme aussehen, deren architektonische Qualität sich z.B. in der Lichtdurchlässigkeit und formalen Leichtigkeit zeigt (Klicken Sie auf die Bilder für eine vergrößerte Wiedergabe)

Von der Hausinhabung wurden allerdings auch einige nachvollziehbare Gründe gegen Lifttürme aus Glas genannt. So würden, sobald es draußen dunkel wird, die Glaslifte durch die ständig auf und ab fahrenden sowie beleuchteten Liftkabinen eine nicht gewollte Unruhe bei den Mietern, die Ihre Schlafzimmer zu den Höfen hin situiert haben, auslösen. Auch wäre die Reinigung einfacher und damit die Betriebskosten geringer.

Giebel über Stiege 4 mit weißen Kunststofffenstern

Giebel über Stiege 4 mit weißen Kunststofffenstern

Das Bundesdenkmalamt bietet auf seiner Website unter der Rubrik Service die folgende Information:

„Warum verbieten Sie praktische Plastikfenster?

Holzfenster sind sowohl aus optischen (Einklang mit dem Charkter und Typus eines Gebäudes) als auch aus bauphysikalischen Gründen vorzuziehen: ein allzu luftdichtes Verschliessen der Öffnungen kann zu diversen Problemen bei der Bausubstanz, etwa Feuchtigkeit, führen. Ausserdem werden Plastikfenster nicht nur von Denkmalschützern, sondern auch aus ökologischen Gründen abgelehnt: sie können nicht repariert werden und sind so oft schon nach 20 Jahren Sondermüll. Welche Art von Fenster sowohl dem Denkmal als auch den Bedürfnissen der Bewohner und Bewohnerinnen entspricht, kann mit den Denkmalpflegern der Landeskonservatorate des BDA individuell abgesprochen werden“

Wie kann es dann sein, dass die Holzfenster im Giebel über der Stiege 4 gegen Kunststofffenster ausgetauscht wurden? Noch dazu in einer anderen Farbe (weiß statt braun) und Form (ohne Sprosse und ohne die typisch gerundeten Ecken)?

Es ist zu befürchten, dass auch die Fenster im Giebel über der Stiege 10 so verändert werden. Dabei wäre es überhaupt kein Problem, die Fenster im Originalstil aber mit Isolierglas oder als Kastenfenster auszuführen und so das ursprüngliche Aussehen zu bewahren.

Mit ein bisschen Googlen kann man z.B. dieses Exposé finden.

Exposé Top 5

Schöne Fotos – schönes Weitwinkel. Nur wie ein barocker Kachelofen aussieht sollte die Maklerfirma noch lernen.

Laut Information der Hausverwaltung sollen die Arbeiten im ersten Bauteil (Stiege 2, 4 und 6) mit Ende März abgeschlossen sein. Die Wohnungen sind offenbar fertig, jetzt werden gerade die Lifte eingebaut und die Verputz- und Malerarbeiten im Stiegenhaus durchgeführt. Im zweiten Bauteil (im Haupttrakt) gehen die Arbeiten an den Dachwohnungen weiter, ebenso wie im dritten Bauteil (Stiegen 8, 10 und 12 sowie Margaretenstraße 86).

p1060023Mieter finden Informationen über das am 21. Februar mit der Hausverwaltung geführte Gespräch zum Dachbodenausbau, Bilder und einen Plan im Blog-Bereich dieser Website.

Oder doch Straßenbahn?

22. September 2010

Vielleicht ist die „gute alte“ Straßenbahn doch die bessere Alternative zum Bus?

Harald A. Jahn, Betrieber der website tramway.at hat einige gewichtige Argumente warum die Linie 13A wieder zur Straßenbahn umgebaut werden soll (was sie ursprünglich war) und auch schon einen fertigen Plan. Alles zu sehen unter: www.tramway.at/13

Als wichtigste Vorteile gegenüber dem Bus sieht er die Spurführung

„Durch die Spurführung sind längere Fahrzeuge möglich, die ein vielfaches von Gelenkbussen transportieren können. Die vermeintliche Schwäche, dass ein Schienenfahrzeug Hindernissen wie Falschparkern nicht ausweichen kann, ist in Wahrheit eine Stärke: Mit dem Wissen, dass der Bus ja ausweichen kann, parken Autofahrer gerne „kurz mal“ in Busspuren. Auf Tramwaytrassen traut man sich das nicht. Auch der Begegnungsverkehr in engen Straßen ist problemlos, während der Bus die in der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebenen Seitenabstände einhalten muss. Auch elektrisch angetriebene Busse lösen das Grundproblem nicht.“ (Harald A. Jahn, eMail vom 22.9.2010)

Wer sich dafür interessiert kann hier mehr erfahren:

http://www.tramway.at/kapitel-01-02.htm

Scania-Ethanol-Hybridbus in Stockholm

Scania-Ethanol-Hybridbus in Stockholm

Dass die Hybrid Technologie Einzug in die Autoindustrie gehalten hat ist sicher kein Geheimnis. Dass aber Volvo, MAN, Scania und andere Hersteller bereits serienreife Hybridbusse liefern ist vielleicht nicht jedermann bekannt. Volvo zeigte seinen neuen Hybridbus erst unlängst auf der Frühjahrsmesse 2010 in Graz. MAN meldet auf seiner Homepage, dass Wien zu den ersten Städten gehört, die den neuen Hybridbus testen. Für den Margaretenhof wären Hybridbusse ein wahrer Segen. Unser Wohnort erfreut sich ja, wie man so schön sagt, einer „verkehrsgünstigen“ Lage und wird von den Buslinien 12A, 13A und 59A regelrecht umflutet. Besonders das Abbremsen und wieder Beschleunigen ist beim Hybridbus unvergleichlich leiser und auch energiesparender, denn die beim Bremsen auftretende Energie wird in die Batterie zurückgeladen. Hybridbusse machen sich also dort besonders bezahlt, wo häufig beschleunigt und gebremst wird, also im innerstädtischen Verkehr. Wäre doch interessant zu wissen, wo die Wiener Linien den neuen MAN Bus testen? Die Linie 13A wäre dazu ein idealer Kandidat!

Nachsatz 28.6.2010: Die Wiener Linien bestätigten auf Anfrage den Test von MAN-Bussen auf verschiedenen Strecken mit Gewichten (statt Passagieren) . Einer Anschaffung steht einerseits die umfangreiche Typenprüfung im Wege und andererseits kostet so ein Buss auch gleich mehrere hundertausend Euro.

Prader schießt für Jones

28. Februar 2010

Oktober 2008. Inge Prader, eine von Österreichs profiliertesten Modefotografinnen, und ihr Team beim Shooting für die neue Frühjahrs-Kollektion des österreichischen Erfolgslabels Jones.

Juni 2009. StudentInnen der Filmakademie drehen im Margarethenhof einen Film. Hunde, Autos, Kameras und ein gar nicht so kleines Team beleben den Innenhof, der eine beliebte Location für Fotoshootings und Dreharbeiten ist.

Es war ja nur eine Frage der Zeit bis auch im Margarethenhof Schmierereien auftauchten. Aber zum Glück gab es bei Sefra ein probates Gegenmittel zu kaufen. Die Wirkung zeigen die Bilder.

Der Margaretenhof ist eine 1884 bis 1885 von den Theaterarchitekten Ferdinand Fellner und Hermann Hellmer geplante Verbindung von Zinshausbau und Cottageidee in Form eines Wohnhofes.

Die Website soll interessante und aktuelle Informationen über dieses besondere Bauwerk und das Leben darin bereit stellen.

Neben dem öffentlichen Bereich gibt es auch einen privaten Bereich geben, der den Bewohnenern und ausgewählten Benutzern zur Verfügung steht.